Vorkommnisse Hannover Hauptbahnhof

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Moin Hansafans,

hier ein kurzer Bericht zu den Vorkommnissen vom vergangenen Samstag am Hauptbahnhof Hannover:

Auf der Fahrt im Regionalexpress von Braunschweig nach Osnabrück wurde eine größere Gruppe Hansafans in Hannover von der Polizei an der Weiterfahrt gehindert.

Der betreffende Zug hatte planmäßig einen Kurzaufenthalt von 11:05 Uhr bis 11:20 Uhr auf dem Hauptbahnhof Hannover. Die Polizei durchsuchte dabei den Zug nach Fußballfans, die über die gesamte Länge des Zuges verteilt saßen, und forderte diese ohne Angabe von Gründen auf, den Zug zu verlassen.Der Zug fuhr dann anschließend ohne die Hansafans weiter.

Auf dem Bahnsteig befanden sich nach dem Verlassen des Zuges dann etwa 150 Personen, die sich nicht entfernen durften. Nach etwa einer halben Stunde des Wartens auf dem Bahnsteig, wurde mit einer Identitätsfeststellung aller Anwesenden in einem Bahnhofstunnel begonnen. Während der Maßnahmen wurden die Beamten wiederholt, ohne Erfolg, aufgefordert, die Maßnahmen zu begründen; auch eingeschaltete Rechtsanwälte erhielten keine Auskünfte oder Begründungen zu den Maßnahmen!

Wie sich herausstellte, gab es seitens der Zugbegleiter keinerlei Beanstandungen, weder Verschmutzungen noch fehlende Fahrausweise, was diese auch gegenüber der Polizei kundtaten. Später hieß es dann seitens der Polizei, es habe im Zug eine Bedrohung von Polizisten gegeben. Die betroffenen Zivilpolizisten haben den Verdächtigen während der Identitätsfeststellung frühzeitig wiedererkannt und sich zudem bei einem Hansafan für das vermittelnde Eingreifen in der vorherigen Situation bedankt. Dennoch wurde die Identitätsfeststellung  gegen alle Hansafans fortgesetzt!

Bei Abschluss der Identitätsfeststellung erfolgte dann jedoch keine Entlassung!Ein Großteil der Fans hätte noch die Möglichkeit gehabt, Anschlusszüge nach Osnabrück zu nehmen und wollte dies auch tun, was jedoch durch erneute Kesselbildung im Bahnhofstunnel unterbunden wurde. Nach nunmehr insgesamt fünf Stunden Einkesselung auf dem Bahnhof, ohne Versorgung und sanitäre Einrichtungen, sind die festgehaltenen Personen dann letztlich zum Einstieg in einen Zug Richtung Rostock gezwungen worden…

Wir prüfen derzeit mögliche rechtliche Schritte gegen die polizeilichen Maßnahmen, um derartige Vorfälle zukünftig im Sinne aller Fußballfans verhindern zu können!
Betroffene bzw. Zeugen der Maßnahmen bitten wir daher, sich so schnell wie möglich mit uns in Verbindung zu setzen!
Wir rufen hierzu alle Betroffenen auf, ein Gedächtnisprotokoll anzufertigen und uns zu kommen zu lassen (info@hansa-fanhilfe.de)!

Weiterhin ist es sehr wichtig, dass alle Beteiligten ihre Zugfahrkarten und Eintrittskarten aufbewahren!