Polizei Rostock zahlt Schadensersatz für unrechtmäßige Ingewahrsamnahme von minderjährigem Hansafan

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Hallo Hansafans,

bereits Ende August durften wir berichten, dass das Verwaltungsgericht Schwerin die Maßnahmen der Rostocker Polizei gegen zwei, zu diesem Zeitpunkt noch minderjährige Hansafans, Anfang September 2014 für rechtswidrig erklärte. Die beiden Jungs waren auf dem Weg zum Ostseestadion von der Polizei aufgegriffen und durchsucht worden. Weil man bei ihnen Schlauschals gefunden hatte, wurden sie kurzerhand in einem Gefangenentransporter auf das Polizeirevier in die Blücherstraße gebracht. Trotz direkt vor Ort, noch vor dem Abtransport, eingebrachter Einwände von Vertretern der BWRH, die darauf hinwiesen, dass die angedachten Maßnahmen mit Sicherheit unverhältnismäßig und rechtswidrig wären, ließen sich die Beamten nicht von ihrem Plan abbringen...

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Tapetenwechsel in der Berufungsinstanz – Freispruch nach drei Jahren

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Hallo Hansafans

am 07. Juni 2016 hat das Landgericht Rostock als Berufungsinstanz vier Hansafans vom Vorwurf der Beleidigung freigesprochen. Zuvor war gegen alle Strafbefehl erlassen worden, wogegen sie Einspruch eingelegt hatten. In den Verfahren vor dem Amtsgericht Rostock waren im Vorhinein alle verurteilt worden. Insgesamt gab es sechs Verfahren. Ein Strafbefehl wurde rechtskräftig, ein Verfahren wurde im Hinblick auf ein anderes eingestellt und ein weiteres wurde abgetrennt und muss nunmehr erneut verhandelt werden.

Den BWRH-Mitgliedern wurde vorgeworfen, während des Spiels des F.C. Hansa Rostock gegen Jahn Regensburg am 04. September 2013 eine bekannte, nicht aber sonderlich beliebte Rostocker Polizeibeamtin beleidigt zu haben...

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Freispruch statt Bewährungsstrafe – Langer Atem zahlt sich aus

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Hallo Hansafans,

einige Zeit ist es her: Im Oktober 2013 kam es nach dem Heimspiel gegen Chemie Halle zu nennenswerten Auseinandersetzungen zwischen Hansafans und der Polizei. Die Ermittler zerrten im Nachgang etliche Hansafans – ob sie damals gekesselt und aufgeschrieben wurden oder nicht – vor den vielzitierten Qādī. Unter den Fans, die zuerst eine Anzeige und später die Anklageschrift zugestellt bekamen, war auch unser Mitglied Mirko Muräne (Name geändert). Er wandte sich an die Blau-Weiß-Rote Hilfe und betraute einen regelmäßig mit uns zusammenarbeitenden Anwalt mit seiner Vertretung...

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Bernie auf unnützer Reise

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Hallo Hansafans,

dem BWRH-Mitglied Bernie Blaubarsch (Name geändert) wurde vorgeworfen, bei einem Auswärtsspiel vermummt verbotene Pyrotechnik abgebrannt zu haben. Vom Amtsgericht erhielt er dafür einen Strafbefehl über 60 Tagessätze zu je 10,00 €.

Da er sich keiner Schuld bewusst war, wandte sich Bernie an einen von der Blau-Weiß-Roten Hilfe vermittelten Anwalt. Dieser legte Einspruch gegen den Strafbefehl ein und beantragte Akteneinsicht. Die Akte war sehr dünn, aber immerhin war ein Video enthalten. In dem Video sah man, wie ein vermummter Hansafan auf eine Stange kletterte und einen pyrotechnischen Gegenstand abbrannte. Auch der Rest der Hanseaten war nicht untätig und der Gästefanblock war ordentlich vernebelt...

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Abhängen einer „ACAB“-Fahne ist keine Beleidigung

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Hallo Hansafans,

Rodrigo Rotauge, Mitglied der Blau-Weiß-Roten Hilfe, bekam Post von der Polizei. Er soll bei einem der letzten Auswärtsspiele des F.C. Hansa Rostock in Duisburg eine Beleidigung zum Nachteil eines Polizeibeamten begangen haben. „Nix gemacht!“ dachte sich Rodrigo und wandte sich an einen BWRH-Anwalt.

Nach der Akteneinsicht, die zunächst ohne die offensichtlich vorhandenen Videoaufzeichnungen gewährt wurde und sich daher hinzog, lüftete sich das Geheimnis. Es ging um das in der Republik schon weit herumgekommene „ACAB“-Banner der Rostocker Fanszene. Bei besagtem Auswärtsspiel wurde Rodrigo dabei beobachtet, wie er das Banner, welches ein anderer Fan nach dem Spiel abgenommen hatte, in seinen Rucksack steckte...

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Auf juristischer Eierfahrt…

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nach Ostern auf dem Bahnhof.

Gemeinsam mit anderen Rostocker Hansafans wollte BWRH-Mitglied Bernd Barrakuda (Name geändert) am 30.03.2013 mit dem Zug zum Spiel unserer Kogge nach Osnabrück anreisen. Sie kamen, wie bekannt, nur bis Hannover. Anstatt das Spiel zu sehen, lernte Bernd im Nachhinein gezwungenermaßen die Amtsgerichte in Stendal und Burgdorf kennen.

In Hannover ließ die Polizei damals alle anwesenden Hansafans aus den Zügen steigen und baute eine sog. Identitätsstrecke auf. Hier wurde auch Bernd festgestellt. Gegen ihn wurde ein Verfahren wegen Verdachts der gefährlichen Körperverletzung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet.

Die Staatsanwaltschaft Hannover stellte das Verfahren am 10.01.2014 mangels hinreichendem Tatverdachts gem. § 170 II StPO ein...

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Freispruch für vier Hansafans nach angeblichem Raub von Fanutensilien…

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…eine durchaus vermeidbare Belastung der Staatskasse

Die in Sachen Fußball oft sehr eifrige Staatsanwaltschaft Rostock hatte im März 2014 Anklage gegen Eike Elritze, Fritz Flunder, Georg Gründling und Hans-Holger Hering (Namen geändert) erhoben. Alle vier sollen am 20.07.2013 nach dem Heimspiel gegen Holstein Kiel gemeinschaftlich mehrere Kieler Fans geschlagen und getreten sowie ihnen Fanschals und Trikots abgenommen haben. Dabei soll auch mindestens ein T-Shirt zerrissen worden sein.

Unsere Anwälte wurden beauftragt und nahmen Akteneinsicht. Dabei stellte sich heraus, dass nur zwei der geschädigten Kieler überhaupt vernommen worden waren. Beide hatten nach der Tat ausgesagt, dass sie die Angreifer nicht beschreiben und diese auch nicht wiedererkennen könnten...

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„Gute Zeugin, schlechte Zeugin – Rebecca hat nichts gemacht

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Am 14. April berichteten wir von den drei Hansafans die wegen vermeintlicher Pyrovergehen in Osnabrück Stadionverbote bekamen. Durch die Initiative unserer Anwälte konnte letztlich bewiesen werden, dass keiner der Drei irgendetwas gemacht hatte. Obwohl sich die Polizeibeamtin Rebecca H. redlich bemühte für zumindest einen der Jungs eine Verurteilung zu erwirken, dürfen mittlerweile alle Drei wieder ins Stadion.
Wie wir damals bereits angekündigt hatten, wurde gegen Rebecca H. Anzeige erstattet. Sie hatte bei Gericht uneidlich bezeugt, dass sie Carlos eindeutig dabei gesehen habe, wie er im Gästeblock eine Bengalfackel schwenkend in der Hand hielt...

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„Gute Zeugin, schlechte Zeugin – Dritter Hansafan in Osnabrück freigesprochen

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Wie wir bereits Ende Januar berichteten, hatte das Auswärtsspiel beim VFL Osnabrück am 17. August 2013 für die drei Hansafans Carlos, Ronny und Sebastian (Namen geändert) ein unerfreuliches, juristisches Nachspiel. Die Jungs sollen Pyrotechnik gezündet haben und wurden dabei sowohl von Ordnern, als auch anschließend nach Auswertung der Polizeivideos, vermeintlich eindeutig wiedererkannt, so hieß es. Bei Ronny und Sebastian wurden die Verfahren – auf Initiative unseres Anwalts hin – relativ schnell eingestellt. Anschließend hob man auch deren Stadionverbote auf. Carlos hingegen musste bis zum 20. Februar 2014 warten. Ihm wurde ein Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz nach § 27 Abs. 1 vorgeworfen...

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Freispruch bei Anklage wegen gefährlicher Körperverletzung

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Es war der 03.11.2012 und viele Hansa-Fans fuhren nach dem 2:0 – Heimsieg gegen Saarbrücken wieder glücklich und zufrieden mit dem Zug nach Hause.

Im Regionalexpress zwischen Stralsund und Greifswald gab es dann Auseinandersetzungen zwischen Polizeibeamten und Fans in der oberen Etage des Doppelstockzuges. Im Anschluss daran sollen Carl Candiru und Daniel Dorsch (Namen geändert) , die sich nur vom Sehen her kannten, aufgrund eines gemeinsamen Tatentschlusses gemeinsam auf zwei Polizisten eingeschlagen haben, so dass einer der Beamten mit den angeblichen Angreifern die Treppe im Zug herunterfiel und sich dabei erheblich verletzte. Das wäre, laut Anklageschrift, eine gefährliche Körperverletzung – Mindeststrafe: sechs Monate Freiheitsstrafe!

Bereits im Ermittlungsverfahren wandten si...

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